Die Nutzung des Angebots auf dieser Seite und des von dieser Seite verwiesenen erfordert die Beachtung der jeweils ausgebrachten lizenzrechtlichen Bestimmungen. Soweit Links auf Angebote außerhalb dieser Webseite ausgebracht sind, wird ausdrücklich auf den Haftungsausschluss, wenn solchen Links gefolgt wird, hingewiesen.

Gold und Silber

Metrologie / Metallurgie

Dukat Österreich, Avers

Der Aufsatz beleuchtet die Geschichte der Kölnischen Mark als die vom 12. Jh. bis 1857 maßgebliche Einheit für Gold- und Silberfeinheit in Mitteleuropa. Es wird ferner auf das Feingehaltsgesetz seit 1884 (Stempelgesetz), auf Goldlegierungen und ihre Schwächen, klassische Legierungen und Handelsnamen eingegangen.

Gold- und Silberrechner: Zwei kleine Maschinen erlauben nach Maßgabe der letzgültigen Teilung der Kölnischen Mark das einfache Umrechnen der Einheiten Karat (Gold) und Lötigkeit (Silber) in Tausendstel und umgekehrt.

Gold und Silber: Exkurse befassen sich mit der Entstehung von Gold und Silber in Sternexplosionen und -kollisionen, mit Mythen von Drachen und Zwergen, Betrügereien und wie man ihnen mit Hausmitteln auf die Spur kommen kann und schließlich mit der Geschichte der Goldgewinnung in der Eifel aus der Latènezeit bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts.

Fotokatalog Alfred Englaender

Fotogeschichte

Filmstreifen

Aus dem Nachlass nach Alfred Eng­laender (*1898, †1976), ehemals NS-Pro­pa­gan­dist, Lokalschriftleiter und Bildjournalist beim "Westdeutschen Beobachter" und in der Nachkriegszeit mit einer Bild-Agentur bekannt geworden, erhielten der Eschweiler Geschichtsverein in den 1980er- und 1990er und das Agfa Foto-Historama in Köln in den 1980er-Jahren zahlreiche Aufnahmen aus den 1930er- und 1940er-Jahren. Eine weitere Sammlung eg. mit Nachkriegsbildern ist unter dem Dach des Moyland-Museums, und aus dem Bezug zu Joseph Beuys hat es Anfragen an den Eschweiler Geschichtsverein gegeben.

Die Sammlung in Köln gilt als verschollen. Die Sammlung im Eschweiler Geschichtsverein hat auffälligen Fehlbestand.
Mein Katalog enthält die mehr als 550 Fotos des 2018 greifbaren Bestands in Eschweiler, den ich in eine digitale Sammlung überführt habe, erschließt die Bilder formal und beschreibt detailliert die Bildinhalte.

Unheimliche Idylle

Heimatbilder als NS-Propaganda und ihre Rezeption

NS-Bildpropaganda: Archaische Ackerarbeit vor Industriesilhouette, Abbildung im Westdeutschen Beobachter Nr. 94 Jg. 14. Foto: Alfred Englaender, Eschweiler Geschichtsverein
Beliebtes Motiv: Inszenierung "arischer" Kultur im Kontrast zu den Bastionen des Modernen im NS-Staat ("Westdeutscher Beobachter" 6.4.1938 = EGV-Heimatkalender 1985)

Die Studie befasst sich mit der Hei­mat-Fotografie im "Na­tio­nal­soz­ia­lis­mus" und ihrer Rezeption bis in die Gegenwart. Sie bezieht sich auf den von mir gebildeten Bestands-Selekt an der Bildstelle des Eschweiler Geschichtsvereins (EGV) und auf Veröffentlichungen aus dem EGV jeweils mit Fotos des Eschweiler Nazi-Schrift­leiters und späteren Bildanbieters Alfred Englaender (*1898, †1976).

Zunächst werden die Probleme an der Bildstelle des EGV mit der hoch­gra­digen Redundanz und der Ver­misch­ung von Registraturbildnern sowie anderen Auffälligkeiten, die u.a. auf eine gezielte Bestandsreduzierung hindeuten, dargestellt. Vor dem Hintergrund einer Biografie Alfred Englaenders, in der die durch den EGV gelieferten Angaben berichtigt werden, wird nachgewiesen, dass auch die im EGV gesammelten Heimatbilder Englaenders NS-Propaganda darstellen. Schließlich wird darauf eingegangen, dass die Fotos von Alfred Englaender bis in die Gegenwart unkritisch und nach Ansicht des Autors im Rahmen einer privatistischen, philiströsen Enge rezipiert werden.

Den Kapiteln sind jeweils Abkürzungs-, Quellen- und Literaturverzeichnis sowie ein auf den Text bezogener Bildteil angehängt.

"Reichskristallnacht" 1938 in Eschweiler

Aufklärung einer Straftat

Rainer Kreuer, SA-Obersturmbannführer (Ausschnitt aus dem "Westdeutschen Beobachter")
Als Rädelsführer genannt: Reiner Kreuer

Dieser Aufsatz befasst sich mit den Ereignissen in der Pogromnacht in Eschweiler (Städteregion Aachen), insbesondere mit der Täterschaft zur Brandstiftung an der jüdischen Synagoge in der Moltkestraße während der Novemberpogrome 1938.

Bisher war in der Literatur unbestimmt von Tätern aus den Reihen der Nazis die Rede, kolportiert auch "SA aus Weisweiler und Düren". Neuere Recherchen im Rahmen des Projekts "Oral History Archiv", die ich zwischen September 2017 und März 2018 angestellt habe, verdichten jedoch eine Täterschaft aus Eschweiler und führen erstmals in der Eschweiler Historiographie zur Benennung von Personen.

Gressenicher Ortswappen von 1939

Kommunalheraldik im Nazismus

Gemeindewappen Gressenich 1939-1971
Gemeindewappen Gressenich 1939-1971, Entwurf von Wolfgang Pagenstecher

In der Zeit von 1933 bis 1945 haben zahlreiche Gemeinden in Deutschland ein Wappen als Namenszeichen angenommen. Solche Wappen mussten einen Bezug zur Ortsgeschichte haben und spiegelten wieder, wie die Nazis die "Heimatgeschichte" ideologisch zurechtgebogen dargestellt wissen wollten. Das der ehemaligen Gemeinde Gressenich, heute Ortsteile der Stadt Stolberg (Rhld.), ist ein Beispiel dafür.

Es wurde von der Gemeinde ab 1939 bis zur Eingemeindung nach Stolberg am 1. Januar 1972 verwendet. In den 1960er-Jahren wurde es in einem Glasmosaik an der Fassade des Bürgermeisteramtes angebracht, wo es heute noch zu sehen ist.

"Feuersturm über Stolberg"

Rezension

"Feuersturm über Stolberg" ist der Titel, unter dem der Herausgeber Karl Schleicher vornehmlich Ego-Quellen über die Lage in Stolberg (Rhld.) während der Kriegsmonate September bis November 1944 zusammenstellt. Ohne die "Leiden der Zivilbevölkerung", wie es im Untertitel heißt, in der Sache zu schmälern: es hat in Stolberg trotz Talkessel-Lage keinen Feuersturm gegeben. Rezension zu Karl Schleicher (Hg.): Feuersturm über Stolberg; Die Leiden der Zivilbevölkerung von Anfang September bis Ende November 1944. Stolberger Heimat- und Geschichtsverein, Beiträge zur Stolberger Geschichte, Bd. 22.

"Nicht allein wider den Strom"

Selbstzeugnis Josef Eschbach, 1933 - 1945

Drei Jugendliche hissen die Flagge des katholischen Jugendbundes Neudeutschland neben der gehissten Flagge Schwarz-Weiß-Rot. Rechts vermutl. Josef Eschbach.
Kath. Jugend "Neudeutschland"

Josef Eschbach (*1916, †1992) aus Eschweiler (Städteregion Aachen), Jesuit, Dr. phil., Lehrer, Buchhändler, ist vor allem durch seine Jugendromane aus den 1950er- und 1960er-Jahren als Schriftsteller bekannt geworden.

Josef Eschbach hat ein flüssig geschriebenes, romanhaftes Manuskript hinterlassen, in dem er sich seiner Erlebnisse der Jahre 1933 bis 1945 erinnert: "Nicht allein wider den Strom; Zwölf besondere Jahre im Leben eines unbesonderen Menschen".

Manuskript und Bilder aus dem Familienalbum von Helga Yorck (Ehefrau von Josef Eschbach) hat Stephan Eschbach zur Verfügung gestellt.

"Aus meinem Leben"

Selbstzeugnis Heinrich Gille, 1910 - 1948

Familie Heinrich Gille 1943
Familie Heinrich Gille, 1943

Heinrich Gille (*1904, †1983) aus Hastenrath (heute: Stadt Eschweiler/Städteregion Aachen) hat eine Handschrift von 1949 hinterlassen. Er beschreibt darin seine Herkunft aus einer Bergmannsfamilie, seine Kindheit und Lehrzeit in den örtlichen Fabriken und seinen beruflichen Werdegang in der Reichswehr und als Wehrmachtsbeamter, die erlebten Kriegsjahre in Frankreich, in der Etappe und in Böhmen, wo er in russische Kriegsgefangenschaft geriet, und dieselbe als auch die Rückkehr aus derselben.

Transkription und Bilder wurden von Armin Gille (†2020) zur Verfügung gestellt.

Braunbuch, Oral History Archiv

Quellensammlung zur Zeitgeschichte

Zeuge der Zeitgeschichte in Eschweiler
Zeugen der Zeitgeschichte im Interview

Diese Bibliothek verfügt über eine Sammlung aus Veröffentlichungen und Akten aus der Zeit des sog. Nationalsozialismus ab den 1930er-Jahren bis zum Ende des akuten brauen Epilogs Anfang der 1970er-Jahre (Braunbuch). Ferner sind enthalten Interviews mit Zeitzeugen aus der Region (Oral History Archiv, Audio und transkribiert).

Die Dokumente beziehen sich auf das Gebiet des ehemaligen Kreis Aachen.

Diese Informationen stehen nur zu anerkannten Forschungszwecken zur Verfügung. Für den Zugang ist eine Registrierung erforderlich.

Eschweiler Zeitungssammlung

Neuere und Neueste Geschichte Aachen-Land

Allgemeiner Anzeiger, 28.2.1934
Aus der letzten Ausgabe des "Allgemeinen Anzeigers"

"Die Zeitung ist die Konserve der Zeit" schrieb Karl Kraus (Sprüche und Widersprüche, 1909), und tatsächlich ist die Zeitungssammlung bei der Eschweiler Stadtverwaltung (Städteregion Aachen) ein recht bedeutendes Archivgut zur Eschweiler Ortsgeschichte der Moderne bis 1944. Der Bestand geht bis auf das Jahr 1853 zurück. Für die Zeit bis 1945 liegen katholische und rechtsnationale Zeitungen als auch die Nazi-Zeitung selbst im Original vor, indes keines der in der Arbeiterstadt Eschweiler erschienenen sozialdemokratisch und kommunistisch eingefärbten Blätter. Nur für das Jahr 1946 sind einige wenige Ausgaben der "Volksstimme" erhalten.

Die Sammlung ist Eschweiler Geschichtsverein (EGV) 2006 nach Provenienz textlich formalerschlossen und bis 2015 in dem Projekt "eZeitung" mit den – nicht lückenlosen – Jahrgängen 1853 bis 1872 des "Eschweiler Anzeigers" unter familienkundlichen Aspekten in PDF-Dateien verschlagwortet worden. 2015 habe ich parallel zu meiner Neuentwicklung der Webseite des EGV eine Datenbank für das Projekt strukturiert und in diese neue Webseite eingebunden. Dabei habe ich das Angebot nach dem Pertinenzprinzip um die Möglichkeit einer weitergehenden Erschließung mit Geo- und Gemeindedaten, Wirtschaftsdaten, Boulevard und Politik der Zeit sowohl regional- als auch ortsbezogen erweitert.

Eschweiler Anzeiger und Nachf.

Editorische Notizen zur historischen Presselandschaft in Eschweiler

Franz Blomenhaus (1820-1892), Herausgeber des "Eschweiler Anzeigers"
Franz Blomenhaus (*1820, †1892), Redakteur und Herausgeber des "Eschweiler Anzeigers" (Bildquelle: Hans-Jodok Schlömer)

Mit Aufhebung des Insertionszwangs 1847 durch die preußische Regierung erschienen im Königreich Anzeigenblätter, die förmlich wie Pilze aus dem Boden schossen und sukzessive zu Tageszeitungen erweitert wurden. So auch in Eschweiler mit dem "Eschweiler Anzeiger", zunächst als "Anzeiger und Unterhaltungsblatt", ab 1850 zugleich Amtsblatt.

Der Aufsatz erleuchtet Herausgabe und Edition des "Eschweiler Anzeigers" und seiner Nachfolger bis zu dem letzten und zuletzt am 28. Februar 1934 erschienenen "Allgemeinen Anzeiger", in dem dessen Leser – gewiss freimütig – zum Abonnement des Nazi-Parteiorgans "Westdeutscher Beobachter" gebeten wurden.

Der "Blaue Tod": Cholera-Kreuz in Mausbach

Epidemien in der früheren Gemeinde Gressenich

Passionskreuz in Mausbach
Passionskreuz in Mausbach 1842, 1929, 2009 (Ausschnitt)

In der Stolberger Ortschaft Mausbach, Rothe Gasse/Ecke Derichsberger Straße, ist 2003 eine Nachbildung des 1929 erneuerten dortigen Cholera-Kreuzes von 1842 aufgestellt und vom Pfarrer eingesegnet worden. Es erinnert an die Cholera-Panik im 19. Jahrhundert, in der die Forderung sozialer Gerechtigkeit an Kraft gewann, mit der aber auch der in unsere Zeit nachwirkende Rassismus begründet wurde.

Der Aufsatz schneidet die historischen Epidemien im Aachener Raum und die dadurch bedingten sozialen Nivellierungen an, geht unterdessen detaillierter auf die Cholera-Epidemien des 19. Jahrhunderts ein und versucht eine umwelthistorische Erklärung für ihren Ausbruch und schließlich die unterschiedliche Verbreitung der Cholera im Aachener Umland.

Der Aufsatz ist im Januar 2020 als Begleittext zu einer Liste der Sehenswürdigkeiten in der ehemaligen Gemeinde Gressenich entstanden. Unterdessen sind Parallelen zur Corona-Epidemie erkennbar, die aufzeigen, dass der industrielle Fortschritt und heute insbesondere die Konsumgesellschaft anfällig für Krankheiten sind. Es zeigen sich auch gewisse Parallelen zur Mentalitätsgeschichte, wenn heute z.B. von den "Coronaschleudern" aus dem Kreis Heinsberg (Aachener Zeitung, 21.3.2020), wo die Corona-Epidemie hierzulande ihren Anfang genommen hat, gesprochen wird.

Gemeinheitsteilung

Vom Ende der alten Zeit

Acta specialia der Försterei Schevenhütte
Acta specialia, Försterei Schevenhütte

Mit der Gemeinheitsteilungsordnung von 1821 (1851) verordnete der preußische Staat den letzten und grundlegenden Zwang, von der Substitutionswirtschaft zum Staatsziel der industriellen Landwirtschaft überzugehen.

Hatte schon das weltweite Desaster nach dem Ausbruch des Tambora (1815, 1816 "Jahr ohne Sommer") zur sozialen Krise geführt, setzte die dritte Säule der "Agrarrevolution von oben" in den Nachwehen des Desasters die Krise künstlich fort und sorgte zudem für eine nachhaltige Änderung des Landschaftsbildes.

Der Aufsatz liefert eine kurze und auch anhand örtlicher Beispiele aus dem westlichen Rheinland kritische Einführung.

Hans Muff

Eine rheinische Brauchtumsfigur

Relief Amenemhat
Schakalgott Anubis, Relief Amenemhat I., ca. 1981-1952 v. Chr. (Bild: Metropolitan Museum of Art, New York)

Am Nikolausabend, den 5. Dezember erscheint den Kindern der heilige Nikolaus. Er beschenkt die guten und straft die unbotmäßigen. So ist es Brauch. Vor allem in katholischen Gegenden. Denn Luther wetterte gegen den "kindischen" Brauch und bei den Protestanten verdrängte das Christkind den Nikolaus. Doch nicht im Westen, von wo der Nikolaus-Kult ab dem 10. Jahrhundert verbreitet wurde, und noch in den indes reformierten Niederlanden hat er bis heute höchstes Ansehen.

Im Rheinland tritt der Nikolaus seit dem 17. Jahrhundert mit einem eigentlich "ungebetenen Gast" auf, nämlich dem Hans Muff. Wer ist das, Hans Muff, woher kommt er und warum heißt er so? Drei Fragen, auf die der Aufsatz "Hans Muff" drei Antworten zu geben versucht.

Die Zauberer von Mausbach

Zauberei als praktische Lebenshilfe

Dr. Faustus
Zauberkreis, Ausschnitt aus Rembrandts "Dr. Faustus"

Der zur unterhaltenden Lektüre im AGM-Kalender 2022 bestimmte Aufsatz befasst das "Stolberger Bleisiegel" und die Volksmedizin auf den Dörfern im Eifelvoland.

Das "Stolberger Bleisiegel" ist ein kabbalistisches Zauberhilfsmittel aus dem 17. Jh. Es wurde bei Ausschachtungsarbeiten an der Mausbacher Pfarrkirche 1993 in einer Holzschatulle gefunden. Wilfried M. Koch hat den Bleiguss eingehend untersucht.

Bis in das 20. Jh. hinein ist auf den Dörfern der Eifel und im Eifelvorland Sympathiemedizin betrieben worden. Einer dieser dörflichen Heiler war Anton Rüttgers (1885-1960), Bäckermeister aus Mausbach.

Muusbijer Klös

Glosse zur Pfarrerhebung Mausbachs im Jahr 1805

Passionskreuz in Mausbach
Mausbacher Gnadenbild
(Bildquelle: AGM)

Warum heißen die Mausbacher unter den Nachbarn Klös? Nach dem ursprünglichen Nikolaus-Patrozinium oder nach der Bohne, der im Volksglauben mit Fruchtbarkeitsriten behafteten Hülsenfrucht, allerdings im Sinne von "dumm wie Bohnenstroh"? Oder gar beides?

Die Glosse nimmt die Pfarrerhebung des Dorfs Mausbach in der ehemaligen Gemeinde Gressenich (heute: Ortsteile von Stolberg/Rhld.) im Jahre 1805 und die damit verbundene Pfründe für Pater Wolfgang aufs Korn und geht der auf Diebstahl und Korruption basierenden Geschichte des Mausbacher Heiligtums nach.

Die Mordwange im Königsforst

Denkmaltopographie

Mordkreuz an der Brüderstraße in Bensberg, Rückseite
Mordwange, Rückansicht

Versteckt im Unterholz steht an der Brüderstraße im Königsforst, wo dieser "Broicher Wald" heißt, ein Mordkreuz aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs (1618-1648). Diese Mordwange für Dietrich Rutger führt zu einer dramatischen Familiengeschichte ins Sauerland während der Hexenverfolgung und in den sumpfigen Aufstieg zum Bergischen Land, wo "Buschknebler", "Pittheuer" und Marodeure ihr Unwesen getrieben haben.

Der Aufsatz liefert eine genaue Beschreibung der Mordwange, eine Interpretation der Semiotik und stellt die Ereignisgeschichte dar. Am Rande werden Namensbedeutung und Geschichte der Brüderstraße erläutert.

Haus Lauvenburg bei Nemmenich

Denkmaltopographie

Haus Lauvenburg bei Nemmenich, Hochburg von Südost
Haus Lauvenburg, spätmittelalterliche Hochburg, im Ostflügel (rechts) transloziertes Barock-Portal

Diese Studie geht auf das Interesse an mittelalterlichen Ab­ort-An­lagen zu­rück (vgl. Egon Friedell: Kulturgeschichte der Neuzeit). Solche sind nämlich an Haus Lauvenburg bei Nemmenich ganz wunderbar erhalten. Überhaupt ist die Lauvenburg infolge der Besitzwechsel in ihrer spätmittelalterlichen Anlage hervorragend erhalten.

Nebenbei war eine Revidierung in der Literatur zur Geschichte dieser Lauvenburg erforderlich geworden und davon handelt dieser Essay. Mittels im Kontext bisher nicht publizierter Quellen und nach Erkenntnissen aus Onomastik und Heraldik wird abweichend von der rezipierten Meinung resümiert: Die Anlage stellt eine spätgotische Erweiterung eines Befestigungswerks, das vor 1246 zum Schutz der grundherrlichen Mühle entstanden ist, dar. Der nach der Burg benannte Ortsadel hat dasselbe 1603 veräußert, seitdem ist es – zeitweilig unterbrochen – in bürgerlichem Besitz. Die Transkription von Lauvenburg in Löwenburg erscheint nicht stichhaltig, sondern der Mode des 16. Jh.s unter Verwechslung von Wörtern unterschiedlicher Bedeutung zu unterliegen.

"Undenkliche Zeiten" – "Menschengedenken"

Rechtsgeschichte und Zeitrechnung

Friedhof Stieldorf
Auf dem Stieldorfer Friedhof im Pleiser Hügelland

In historischen Texten, auch Urkunden, bis weit in das 19. Jahrhundert werden immer wieder Zustände "seit un(vor)denklichen Zeiten" und "seit Menschengedenken" beschworen und beschrieben.

Solche Angaben lassen kaum Interpretationsraum: Es handelt sich um ein Rechtsinstitut, das seit der Spätantike und noch in heutiger Zeit vom Bundesgerichtshof angewendet wird und Besitzstand begründet. Dabei ist das "Menschengedenken" regelmäßig auf einen Zeitraum von 40 Jahren bezogen.

Der kurze Aufsatz liefert Definitionen und Beispiele aus der Rechtsgeschichte.

Die Jahresteilung

Ein Beitrag zur Chronologie

Wilhelm Busch, "Eins, zwei, drei im Sauseschritt / Läuft die Zeit; wir laufen mit"
"Eins, zwei, drei im Sauseschritt
Läuft die Zeit; wir laufen mit" (Wilhelm Busch)
Bild: Zeno.org

Seit der Expansion des Römischen Reichs an den Rhein gilt im Rheinland grundsätzlich die Jahresteilung nach römischem Vorbild.

Der Aufsatz liefert eine kurze Einführung in die Veranlassung des julianischen und des gregorianischen Kalenders und die Unterbrechung des gregorianischen Kalenders durch den französischen Revolutionskalender. Er behandelt dann die Jahresteilung bei Kelten, Römern und Germanen sowie in Mittelalter und Neuzeit: Jahreszeiten, Jahresanfang, Monatsteilung mit Etymologie der römischen und – unter Berücksichtigung der im Rheinland vorkommenden Besonderheiten – deutschen Monatsnamen sowie der Tagesnamen inklusive der kirchlichen Bezeichnungen, historischen Tagesregenten und Hinweise auf die Datierung mit Tagesheiligen. Ferner wird der Ursprung der Teilung des Volltags in 24 Stunden und der Stunde in 60 Minuten erläutert.

Artikel A - Z
"Aus meinem Leben"
Selbstzeugnis Heinrich Gille, 1910-48
Braunbuch, Oral History Archiv
Neueste Geschichte, Oral History
Der "Blaue Tod"
Neuere und Umweltgeschichte
Die Jahresteilung
Chronologie/Zeitrechnung
Die Mordwange im Königsforst
Denkmaltopographie
Die Zauberer von Mausbach
Volkskunde
Eschweiler Anzeiger
Neuere/Neueste Geschichte
Eschweiler Zeitungssammlung
Neuere/Neueste Geschichte
"Feuersturm über Stolberg"
Neuere/Neueste Geschichte
Fotokatalog Alfred Englaender
Fotogeschichte, Nazismus
Gemeinheitsteilung
Neuere und Umweltgeschichte
Gold und Silber
Metrologie/Naturgeschichte/Mythos
Gressenicher Ortswappen
Heraldik, Neueste Geschichte
Hans Muff
Volkskunde, Onomastik
Haus Lauvenburg/Nemmenich
Denkmaltopographie, Heraldik, Onomastik, Mittelalter, Frühneuzeit
Muusbijer Klös
Glosse, Neuere Geschichte
"Nicht allein wider den Strom"
Selbstzeugnis Josef Eschbach, 1933-45
"Reichskristallnacht" Eschweiler
Neuere/Neueste Geschichte
"Undenkliche Zeiten"
Chronologie/Zeitrechnung, Rechtsgeschichte
Unheimliche Idylle – NS-Propaganda in Heimatbildern
Fotogeschichte
Artikel Sachgebiete
Neuzeit
"Aus meinem Leben"
Braunbuch, Oral History Archiv
Der "Blaue Tod"
Eschweiler Anzeiger
Eschweiler Zeitungssammlung
"Feuersturm über Stolberg"
Gemeinheitsteilung
Gold und Silber
Gressenicher Ortswappen
Muusbijer Klös
"Nicht allein wider den Strom"
"Reichskristallnacht" Eschweiler
"Undenkliche Zeiten"
Unheimliche Idylle – NS-Propaganda in Heimatbildern
Denkmaltopographie
Die Mordwange im Königsforst
Haus Lauvenburg/Nemmenich
Fotogeschichte
Fotokatalog Alfred Englaender
Unheimliche Idylle – NS-Propaganda in Heimatbildern
Heraldik
Gressenicher Ortswappen
Haus Lauvenburg/Nemmenich
Metrologie
Gold und Silber
Namenskunde (Toponomastik)
Haus Lauvenburg/Nemmenich
Umweltgeschichte
Der "Blaue Tod"
Gemeinheitsteilung
Volkskunde
Die Zauberer von Mausbach
Hans Muff
Zeitrechnung
Die Jahresteilung
"Undenkliche Zeiten"