Projekt Inventarisierung
Kulturerbe verstehen und bewahren
Vor dem Hintergrund der Denkmalpflegepraxis in der Stadt Stolberg/Rhld. und schließlich auch von Plänen im Heimatministerium NRW, die im Rahmen der Richtlinie "Gesamtverteidigung" des Bundes den Denkmalschutz in NRW tangieren, entstand die Idee einer Inventarisierung von Kleindenkmalen durch Schwarmintelligenz:
Der Nachbarin oder dem Nachbarn sind die nicht selten unscheinbaren oder gar versteckten Hausinschriften, Hauszeichen, Hausfiguren, Flurkreuze pp. in der Regel leichter gegenwärtig als der amtlichen Denkmalpflege. In der Breite der Erscheinungen ist ohnehin ein Rückgriff auf Auskunft vor Ort und auf die Erkenntnisse örtlicher Heimatforscher angezeigt.
Wie kann diese Intelligenz genutzt werden?
Eine Antwort ist die Datenbank Rheinische Kleindenkmale.
Projektplan Datenbank
Die Datenbank soll der Wissenschaft eine umfassende Datenbasis liefern und zugleich Interessierten ein attraktives Angebot machen, sich auch aktiv mit dem Kulturerbe der Heimat zu befassen.
Hosting und Beteiligung
Die gleichwohl hier entwickelte Datenbank nebst Anwendungssoftware sollen auf Dauer einer gemeinnützigen Instititution kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Dies, um ein breiteres Publikum anzusprechen als dies hier möglich ist, und um dementsprechende Barrieren für die Beteiligung Dritter abzubauen. Vielmehr soll jede Beteiligung Dritter – soweit diese dem nicht widersprechen – mit eindeutigen Urheberangaben ausgewiesen werden, was andererseits inhaltlich verantwortlich macht und zu sorgfältiger Bearbeitung veranlasst. Die Beteiligung erfolgt in einem personalisierten Account, über den auch vor Ort vom Smartphone aus ein Upload zum Inventar mit Angaben zur Urheberschaft möglich ist. Uploads werden von fachkundiger Administration freigeschaltet.
Hilfen
Die KI-Assistenz, die Datenbank für Formen und Symbole sowie ein Leitfaden begleiten Laien im Erkennen und fachstandardisierten Ansprechen von Objekten. Ein Forum soll Fragen und Bedenken abklären und insbesondere Laien weitere Hinweise liefern.
Gebietspatenschaften
Besprechungsraum ist das ripuarische Rheinland. Es werden örtliche Heimatforscher angesprochen, eine Patenschaft für ein bestimmtes Gebiet zu übernehmen, und solcherweise wird die Erfassung vor Ort organisiert.
Realisierung und Umsetzung
Die Installation einer hierarchischen Rechteverwaltung erfordert weiteren Aufwand und macht nur dann Sinn, wenn das Projekt im Sinne des Plans auf eine breitere Basis gestellt, d.h. einer gemeinützigen Institution zur Verfügung gestellt werden kann. Dies erfordert eine öffentlich-rechtliche Anerkennung der Förderwürdigkeit und Förderbewilligung. – Zu Heimatkunde und Brauchtum wird viel gefördert und es werden reichlich Preise verliehen. Indes wird abzuwarten sein, ob die nötige Vernetzung zur Förderung der Inventarisierung von Kulturerbe gelingt.
Hausinschrift, Freibauer in Büsbach
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